Augen auf beim Wohnungsverkauf

Augen auf beim Wohnungsverkauf

Home Staging“ heißt einer neuer Trend der Immobilienbranche. Dahinter steckt die verkaufsfördernde Darstellung einer Immobilie im Netz und bei der Besichtigung. Die Grenze zwischen einer ansprechenden und irreführenden Präsentation kann fließend sein.

Profis kennen die juristischen Feinheiten genau. Die Zusammenarbeit mit ihnen ist jedoch nicht ganz preiswert. Wollen Sie selbst Hand anlegen, sollten Sie genau wissen, was rechtlich zulässig ist. Im schlimmsten Fall können Ihre Mieter oder Käufer Gewährleistungsansprüche geltend machen oder die Rückabwicklung des Verkaufs anstreben. Zudem drohen Unterlassungsansprüche der Konkurrenz. Die Plattform „realbest.de“ informiert in einer aktuellen Meldung über rechtliche Grenzen beim „Home Staging“.

Wie viel Schönheitsreparatur darf sein?

Sie können überstreichen, ausbessern, Möbel aufstellten und dekorieren soviel Sie möchten. Behaupten Sie anschließend jedoch nicht, Wohnung oder Haus wären frisch renoviert. Rechtliche Schritte drohen, wenn Sie mit dem Überstrich Schimmelspuren oder Risse im Mauerwerk verdecken. Die Käufer Ihrer Immobilie können dann Gewährleistungsansprüche gegen Sie geltend machen.

Achtung: Wurde der Mangel offensichtlich vertuscht, kann unter Umständen der Kaufvertrag angefochten werden.

Wie viel Bildbearbeitung ist rechtlich erlaubt?

Wer seine Wohnung oder sein Haus vermieten oder verkaufen möchte, lockt im Internet oder Expose mit schönen Bildern. Ein paar zusätzliche Lampen oder die maßvolle Aufhellung eines Bildes ist rechtlich unbedenklich. Schwierig wird es dann, wenn Sie einen Nordbalkon in gleißendes Sonnenlicht tauchen oder das hässliche Nebengebäude wegschneiden.

Räume optimal präsentieren

Werden Wohnung oder Haus zum Kauf angeboten, gelten retuschierte Fotos häufig nicht als verkaufsentscheidend. Schließlich macht sich der Käufer in der Regel persönlich ein Bild von der Immobilie. Wird die Immobilie ohne Besichtigungstermin verkauft, etwa bei einer Zwangsversteigerung, können veränderte Bilder den Kauf anfechtbar machen.

Achtung: Ferienimmobilien werden in der Regel allein aufgrund der Bilder und Beschreibungen gebucht. Wer hier lügt, rutscht schnell in den Bereich der Täuschung, womit der Vertragsschluss angefochten werden kann. Das gilt insbesondere, wenn die Umgebung des Gebäudes bearbeitet wird. Die Veränderung berührt juristisch den Bereich der sogenannten verkehrswesentlichen und damit kaufentscheidenden Eigenschaften. Ob ich im Urlaub aufs Meer oder den Supermarktparkplatz blicke, ist schließlich ein großer Unterschied.

Wann drohen rechtliche Konsequenzen?

Eine vorteilhafte Darstellung ist erlaubt. Glatte Lügen und erfundene Informationen in einem Webtext oder im Expose können rechtliche Konsequenzen haben.
Vorsicht ist zudem bei der Zusage von langfristigen Services, wie Gärtner oder Hausmeister, geboten. Das Gleiche gilt für die Aussicht auf wertsteigernde Maßnahmen, wie einen Aufzug. Im schlimmsten Fall müssen Sie sich später mit Gewährleistungsansprüchen auseinandersetzen.

Quelle

2 thoughts on “Augen auf beim Wohnungsverkauf

  1. Elke

    Wir haben die Fotos vom Makler machen lassen. Dieser hat das Haus dann auch erfolgreich verkauft. Würden wir immer wieder so machen.

     
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