wie sie richtig verfugen

Wie Sie Fliesen richtig verfugen

Zunächst vorab ein Satz zur Fugenbreite: Auch wenn schmale und farblich unauffällige Fugen in den letzten Jahren sehr beliebt sind, sollten sie gerade bei großformatigen Fliesen nicht feiner als drei Millimeter sein. Das ist fürs richtige Verfugen sehr wichtig, denn sonst kann es Probleme bei der Austrocknung des Verlegemörtels unter den Fliesen geben. Auch die Annahme, weniger Fugen bräuchten weniger Aufmerksamkeit, ist ein Irrtum. Im Gegenteil, je geringer der Fugenanteil und je schärfer der Übergang zur Fliesenkante, desto akkurater muss man beim Fugenraster arbeiten. Doch mit den richtigen Materialien, einer sauberen Technik und etwas Hintergrundwissen kann man richtig gut Verfugen – und so ein einwandfreies Fugenbild erreichen. Manchmal empfiehlt es sich auch, bei nur leichten dauerhaften Verschmutzungen oder Beschädigungen die Fliesenfugen lediglich zu streichen. Für das Fugenstreichen gibt es unterschiedliche Hilfsmittel im Fachhandel, etwa besonderen Fugenlack oder Klebestreifen zum Abkleben.

WICHTIGE KOMPONENTE; DER FUGENMÖRTEL

Bei der Auswahl des geeigneten Mörtels hilft eine möglichst präzise Einschätzung der späteren Beanspruchung, um richtig Verfugen zu können. Auch Tabellen zur Beständigkeit helfen dabei, die meist im Internet zu finden sind. Grob unterscheidet man drei Typen von Fugenmörtel, je nachdem, welches Bindemittel sie enthalten: Mörtel auf Basis von Zement, Reaktionsharz oder Silikat.

ZEMENT-FUGENMÖRTEL

Zement-Fugenmörtel haben eine geringe Widerstandsfähigkeit gegen Säure. Das kann zum Problem werden, da viele Reinigungsmittel säurehaltig sind. Über längere Zeiträume kann dies zu rauen Oberflächen führen, das Material kann sichsogar irgendwann ganz ablösen. Deshalb muss man Kunden darauf hinweisen, dass sie alkalische oder neutrale Putzmittel verwenden sollten. Genaueres zu den Eigenschaften solcher Mörtel findet man zum Beispiel in der DIN EN 13888 „Fugenmörtel für Fliesen und Platten – Definition und Festlegungen“. Die Klasse CG1 erläutert klassische zementhaltige Fugenmörtel, wie sie vor allem in Privathäusern genutzt werden. Sie werden jedoch langsam von Fugenmörteln der Klasse CG2 abgelöst. Diese haben verbesserte Eigenschaften für ein richtiges Verfugen: Dazu gehören etwa eine hohe Abriebresistenz, eine geringe Wasseraufnahme oder das Ausgleichen von Spannungen.

SILIKAT-FUGENMÖRTEL

Während Mörtel auf Silikatbasis zwar Säuren in Putzmitteln gut standhalten, sind sie kaum resistent gegenüber alkalischen Substanzen mit höheren pH-Werten. Deshalb gelten sie für Fliesenfugen als überholt und finden sich eher selten auf dem Markt.

REAKTIONSHARZ-FUGENMÖRTEL

Reinigungs- und Desinfektionsmittel können Fugenmörteln aus Reaktionsharz relativ wenig anhaben, genauso wenig wie mechanischer Abrieb. Zudem lassen sich praktisch alle Farben mit ihnen erzielen und die Fliesen zudem auch mit den Mörteln verkleben. Da diese Alleskönner der Qualitätsklasse RG jedoch recht aufwändig zu verarbeiten sind, finden sie eher Anhänger unter den Profis, die zum Beispiel Glasmosaik richtig gut verfugen wollen oder an besonders beanspruchten Räumen wie Großküchen arbeiten. Auch solche Epoxidharzmörtel haben allerdings ihre Grenzen: hohe Temperaturen nämlich, weshalb ihnen beispielsweise Dampfreiniger mit mehr als 100 Grad nicht zu nahe kommen sollten.Quellen: http://www.ausbaupraxis.de/richtig-verfugen-mehr-als-eine-Randerscheinung

3 Gedanken zu „Wie Sie Fliesen richtig verfugen

  1. Achten Sie darauf, dass die Fugen kleberfrei bleiben. Kleberreste müssen vorher aus den Fugen gekratzt werden.
    Mischen Sie nun die Fugenmasse glatt und klumpenfrei mit einem Rührquirl an der Bohrmaschine an.
    Die Fugenmasse wird mit einer Gummirakel oder dem Schwammbrett – für den Boden eine Gummiwischer verwenden – diagonal über die Fliesenfläche und in die Fugen hineingestrichen. Achten Sie darauf, dass die Masse hohlraumfrei eingearbeitet wird. Überschüssige Fugenmasse dabei abtragen und die Fläche grob reinigen. Nach dem Anziehen des Mörtels (er wird dabei matt) die verfugte Fläche zuerst mit einem feuchten Schwamm reinigen und danach mit einem trockenen Tuch nachpolieren.

    1. Das sind wirklich gute Tipps die man nicht unterschätzen sollte. Habe schon das ein oder andere Zimmerchen gesehen, wo genau das nicht beachtet wurde.

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